Projekte und Aktionen

Sommerausflug 2020

Für dieses Jahr war ein Ausflug in das Gelände der „Besenhorster Sandberge“ geplant.
Es ist ein Naturschutzgebiet mit Resten von Binnendünen, in dem eine Vielfalt streng geschützter Tier-und Pflanzenarten, sowie Relikte der ehemals dort befindlichen Düneberger Pulverfabrik zu finden sind.
Organisiert hatten die Exkursion unser 1. Vorsitzender Clemens Schmick und unser Kassenwart Eckhard Schönfeld.
Unter kundiger Führung von Herrn Meder vom Förderkreis Industriemuseum Geesthacht e. V. und Dr. Ringe, Biologe und Imkerkollege, konnte der Rundgang um 10 Uhr mit 24 Teilnehmern beginnen.
Herr Meder beschrieb zunächst die geplante Route auf dem Gelände und verteilte entsprechende Pläne, auf denen nicht nur die Wege, sondern auch die damaligen Fabrikationsgebäude der Pulverfabrik eingezeichnet waren. Er erläuterte die Geschichte und seinerzeitige Bedeutung des Werkes, dessen Anlagen nach dem Krieg gesprengt wurden, von denen aber noch eine große Zahl an Trümmern erhalten sind.
Herr Dr. Ringe erklärte zu Beginn der Wanderung die Entstehung der Landschaft im Zusammenhang mit der letzten Eiszeit, wobei  nach Rückzug des Eises und des Schmelzwassers im Urstromtal der Elbe die zurückbleibenden feinen Sande zu Dünen aufgeweht wurden. Dem mageren Boden angepasst, entwickelte sich eine einzigartige Flora und Fauna von der er uns auf einige besonders seltene Spezies hinwies.
Es war ein sehr heißer Tag, das Thermometer zeigte 31° C,  und wir wanderten zunächst zu einer großen Sandfläche, wo der Ameisenlöwe, wie Dr. Ringe wusste, sein Zuhause hat. Er lauert unter einem kleinen Trichter im Sand auf seine Beute. Nach intensiver Suche auf der sehr, sehr heißen Sandebene, holte schließlich ein Teilnehmer ein Exemplar mit der Hand aus dem Grund eines Trichters. In einer kleinen Schüssel wurde das Tierchen zum Betrachten kurz aufbewahrt.
Auch einige, auf dem sandigen Boden sehr gut getarnte, Blauflügelige Ödlandschrecken wurden gesichtet. Wenn sie gestört werden, fliegen sie auf und man kann dann ihre schönen blauen Hinterflügel sehen. Nach nur wenigen Metern Flug landen sie wieder im Sand.
Ebenso einige an den besonderen Standort angepasste Pflanzen, wie z. B. die Heidenelke oder die Orchidee mit Namen Breitblättrige Stendelwurz waren am Wegesrand zu entdecken.
Im Laufe des Rundganges, der sich nach der „Wüstenfläche“ erfreulicherweise unter einem schattigen Blätterdach fortsetzte, kamen wir auch an den Resten einiger Gebäude, wie z. B. Walzwerken, Pulverpressen und Beobachtungsbunker vorbei und Herr Meder konnte deren Funktion sehr gut erklären und Fragen detailliert beantworten.

Nach etwa 3 Stunden waren wir wieder am Ausgangspunkt der Exkursion angekommen. Viele waren inzwischen hungrig und durstig und so trafen wir uns anschließend im Restaurant Düneberger Bahnhof. Bei guten Speisen und kühlen Getränken war es ein schöner Ausklang eines sehr gelungenen Ausflugs.

Text und Fotos: Ulrich Gansewig

Der Schaukasten am Wildbienenpfad ist wieder besiedelt

Am Pfingstsonntag wurde nun auch der Bienen-Schaukasten am Geesthachter Hafen erneut besiedelt.
Dieser Schaukasten wurde 2019 zur Eröffnung der Wildbienenpfads installiert und hält reichhaltige Informationen über die Bienen für interessierte Besucher bereit.

Fotos: Ulrich Gansewig

Wohnungsnot bei Wildbienen

Nicht nur Menschen kennen Wohnungsnot:
Vor etwa zwei Wochen war eine größere Anzahl von Wildbienen (gehörnte Mauerbiene) aus ihren Wiegen in den alten Wohnungen an der Hauswand geschlüpft. Zuerst waren die Männchen, erkennbar an ihrer weißen Kopfbehaarung, zu sehen, dann schlüpften auch die deutlich größeren Weibchen.

Nach der Hochzeit der Tierchen war zu erkennen, dass die Weibchen unermüdlich nach einer geeigneten Wohnung suchten. Die alten Behausungen reichten bei Weitem nicht aus und alles, was irgendwie nach einem kleinen Loch aussah, wurde untersucht, ob es das neue  Zuhause werden könnte.
Also war schnelle Hilfe gefragt  und neue Wohnungen mussten hergestellt werden. Eine geeignete Baumscheibe als zukünftige Wohnsiedlung war noch vorhanden, es fehlten nur noch die Löcher für die Einzimmerappartements.
Wie groß der Bedarf an Neubauwohnungen war, konnte man erkennen, als nach einigen Bohrungen schon die erste Mauerbiene kam und prüfte, ob das Loch als neues Heim geeignet sein könnte.

Ein Tipp für Bastler: Besser als eine Baumscheibe (Stirnholz) ist ein abgelagertes Stamm- oder Vierkantholzstück (kein Nadelholz)  mit Längsmaserung geeignet. Löcher bis 10 cm Tiefe und Durchmessern zwischen 3 und 9 mm für verschiedene Wildbienenarten bohren. Holz nicht durchbohren. Auf freie Bohrlöcher und glatte Kanten achten.
Regengeschützt, möglichst in süd- südöstlicher Richtung aufhängen.
Weiterführende Informationen sind unter dem Stichwort „Wildbienen“ im Internet zu bekommen.

Text und Bilder: Ulrich Gansewig

Tolle Aktion aus Dankbarkeit

Imkerei Schmick sendet Ostergruß an die Mitarbeiter
des Johanniter Krankenhaus

Eine wunderbare Idee, die Familie Schmick da hatte, um sich jetzt zu Ostern und zu Zeiten der ‚Corona-Krise‘, bei den engagierten Mitarbeitern des  Johanniter Krankenhaus, Geesthacht zu bedanken und Ihnen einen Ostergruß zukommen zu lassen.
Ein ‚Süßer Ostergruß‘ in Form von 144 Gläsern Sommertracht-Honig, erreichte am Gründonnerstag, den 9. April 2020 das Johanniter Krankenhaus in Geesthacht.
Freudig wurde der Honig von den Vertretern des Krankenhauses, Herrn Schwaab (Geschäftsführer) und Herrn Fröhlich (Leiter der Intensivpflege) entgegengenommen.
Imker Clemens Schmick, seine Frau Edita und Tochter Paula waren gekommen, um den Honig aus der eigenen Imkerei zu überbringen. Auf diesem Wege gab es einige sehr herzliche Grußworte zum Zeichen der
Wertschätzung und der Dankbarkeit gegenüber den Mitarbeitern des Krankenhauses. Deutlich gerührt und hoch erfreut, bedankten sich Herr Schwab und Herr Fröhlich im Namen aller Mitarbeiter. Die Verteilung des Honigs wird zügig erfolgen.
Derzeit werden 9 Patienten aufgrund von Corona im Johanniter Krankenhaus behandelt, einer davon auf der Intensivstation. Es gibt jedoch weitere Verdachtsfälle und der Höhepunkt der Pandemie ist wohl noch nicht erreicht. Natürlich werden auch jenseits von Corona alle Patienten bestens verpflegt, sodass es in jedem Fall einen guten Grund gibt hier einmal ‚Danke!‘ zu sagen. Alle vier Kinder der Familie Schmick kamen hier zur Welt.
Der Sicherheitsabstand wurde zu jeder Zeit gewahrt und man ist froh, dass die Hygienemaßnahmen greifen. Zum Glück hat sich noch keiner aus dem Personal an dem Corona-Virus angesteckt. In diesem Sinne Frohe Ostern!

Text und Fotos: Wencke Waidhas-Stubbe

Boßeln 2020 am 15. Februar 2020

Auch dieses Jahr trafen sich wieder die Freunde der schweren Holzkugeln zum alljährlichen Boßeltermin  des Imkervereins. Treffpunkt war der Parkplatz beim Jagdhaus am Riesenbett, nahe Dassendorf . Nachdem die 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 2 Mannschaften (rote und blaue Kugel) eingeteilt und  der Bollerwagen mit Kuchen und Getränken randvoll gefüllt war, ging es bei Sonnenschein und angenehmer Temperatur auf die Strecke. Zwischen Sachsenwald und einem Golfclubareal hatte eine ortskundige Imkerin sehr geeignete, ländliche Wirtschaftswege ausgesucht, auf denen die geworfenen Kugeln auch weit rollen konnten.  Landete eine Kugel im Graben, wurde sie von eifrigen Jungimkern mit dem Kraber herausgefischt und wieder auf den Weg gelegt. Diese Arbeit vom mitgeführten Hund erledigen zu lassen, gelang nicht.  Nach etwa 2,5 km, der halben Strecke, wurde Rast gemacht und eine Bank zum Büfett erklärt. Jeder konnte sich an dem mitgeführten süßen, selbstgemachten Gebäck, sowie Kaffee, Tee und Saft bedienen und nach der verzehrten Menge zu urteilen, schmeckte es allen sehr gut. Nach 3 Stunden Werfen, Wandern und Erzählen wurde der Ausgangspunkt am Parkplatz wieder erreicht. Gewonnen hatte die Gruppe mit den wenigsten Würfen für den zurückgelegten Weg. Dann strebten alle zum Abendessen in ein nahegelegenes,  griechisches Restaurant und nachdem die wohlschmeckenden Speisen verzehrt waren, endete ein sehr schöner Tag.
Text und Fotos: U.Gansewig

Erntedankfest Worth – Infostand Oktober 2019

Beim Erntedankfest in Worth am 6. Oktober, 2019

Kaum aus dem Urlaub zurück, wurden die Sachen für den Infostand zum Erntedankfest in Worth gepackt. Am Sonntag, d. 06.10., haben wir das Zelt mit dem Vereinslogo in der Bogenstraße aufgebaut. Auch viele Verkaufsstände mit regionalen Produkten waren wieder dabei. Das Angebot reichte von selbstgebauten Vogelhäuschen über selbstgemachte Marmeladen, Liköre und eingelegte Gurken bis zu dekorativem Gartenschmuck aus alten Hufeisen. Diese Veranstaltung erfährt einen regen Zulauf von sehr vielen Menschen aus der näheren Umgebung. Heidi und ich machen schon viele Jahre aktiv mit und erfahren stets reges Interesse an Broschüren und persönlicher Information über die Imkerei, die Bienen, den Umweltschutz. Letzteres natürlich mit dem Schwerpunkt, die Lebensbedingungen der Insekten grundlegend zu verbessern. Selbstverständlich haben wir auch unseren Honig dabei, den interessierte Besucher probieren und kaufen können. Es ist ein überschaubarer Markt, der zum Bummeln einlädt und auf dem man auch Freunde treffen kann, die man lange nicht gesehen hat.

Also, wie wäre es mit einem Besuch im nächsten Jahr?
Ulrich Gansewig

Feierliche Einweihung des Geesthachter Bienenpfads

Am 11. Juli wurde ein von der Stadt Geesthacht initiierter Bienenpfad feierlich eingeweiht. Unser Imkerverein beteiligte sich durch das Aufstellen einen Bienenschaukastens. Dieser wurde bereitgestellt von Ulrich Gansewig. Reinhard Mittendorf wird hier regelmäßig nach dem Rechten sehen. Die Veranstaltung war gut besucht und auch zwei Kindergartengruppen waren da, um sich über Honig- und Wildbienen zu informieren. Sehr interessiert beobachteten die Kinder die Besiedlung des Schaukastens.

Imker-Boßeln am 2.März 2019

Bei gutem, vor allem trockenem Wetter, führte unsere Boßeltour in diesem Jahr in die Feldmark von Schnakenbek. In angenehmem Spaziergangstempo und einem Zwischenstopp mit Kaffee, Kakao und Kuchen, wurde eine Strecke von gut 3 km zurückgelegt.  Am Ausgangsort angekommen, wurde das Spielergebnis durch Ellen, der Spielleiterin, bekanntgegeben: Es hatte, unter kräftiger Mithilfe von zwei Vierbeinern und zwei kleinen Nachwuchsimkern, die Mannschaft der roten Kugel mit deutlichem Abstand vor der Mannschaft der blauen Kugel (2. Sieger) gewonnen.

Abschließend saßen die Boßelgruppe und später Hinzugekommene gemütlich bei einem Abendessen im Restaurant Sandkrug zusammen.

   

Fotos und Text: Ulrich Gansewig


Eindrücke von der DEMO ‚Wir haben Agrarindustrie satt‘

am 19.01.2019 in Berlin.

https://www.wir-haben-es-satt.de/

Fotos von Ulrich Gansewig


Pflanzaktion “Geesthacht blüht auf“ , Oktober 2018

Um Geesthacht für Bienen und andere blütenbesuchende Insekten attraktiver zu machen, startete die Stadt  ein langfristiges Pflanzprojekt unter dem Titel  “Geesthacht blüht auf“.
Mit  tatkräftiger Unterstützung von örtlichen Vereinen wurden auf vorbereitete Flächen an verschiedenen Orten der Gemeinde Krokuszwiebeln in die Erde gebracht und Wildblumensaat ausgestreut. Auch einige Mitglieder des Imkervereins  Geesthacht und Umgegend beteiligten sich an der Aktion. Auf drei gefrästen Streifen einer Wiese am Elbuferwanderweg in Geesthacht-Tesperhude streuten die Imkerinnen und Imker über 10.000 Zwiebeln aus und harkten eine dünne Schicht Erde darüber. Darauf wurde noch an einigen Stellen die Blumensaat verteilt, die, wenn aufgegangen, nach der Krokusblüte für eine bunte Blütenvielfalt sorgen wird.

Eine gute Tat für einen schönen Anblick für die Spaziergänger und ein reichhaltiges Nahrungsangebot an unsere Bienen.

Pflanzaktion in Geesthacht-Tesperhude am 11.10.2018