Es ist März, die ersten warmen Sonnenstrahlen erwärmen den Garten – und schon wuselt es vor lauter Bienen. Wenn man genauer hinschaut, krabbeln sie ab und zu in kleine Erdlöcher – aber dazu muss man sie erst einmal beobachten. Nein, es sind keine Imkerbienen, es sind Wildbienen – wenn man sie im Garten hat, kann man stolz darüber sein, ihnen Schutz und Lebensraum bieten zu können.

„Sind das Ihre Bienen“, fragte mich neulich eine Nachbarin. Sie war etwas enttäuscht, als ich das verneinen musste: „Ich war auch besonders vorsichtig mit ihnen“. Ja, vorsichtig sollte man trotzdem mit ihnen sein, denn es sind Erdbienen, sie gehören zu den besonders geschützte Wildbienenarten.
Nach wenigen Wochen ist alles vorbei
Sie sind Einzelgänger, leben nicht in einem Volk. Die Weibchen legen ihre Brut in kleine Erdnestern, wo sie dann spätestens im frühen Frühjahr schlüpfen. Danach fliegen die Männchen tief über dem Boden, um in Nestnähe ein Weibchen zu finden. Nach der Paarung sterben die Männchen, und im Garten kehrt langsam wieder Ruhe ein.
Erdbienen (auch Sandbienen genannt) brüten nur dort, wo sie einigermaßen geschützt sind und wo sie auch Nahrung finden und den Futtervorrat für die Brut ansammeln können. Die bei uns bekannten Erdbienen tun dies meist in größeren Ansammlungen, sodass man manchmal an schönen Sonnentagen gar nicht weiß, wo man seine Füße hinsetzen soll.
Wie mit ihnen umgehen?
Erdbienen sind nicht aggressiv, können nicht stechen und sind eigentlich nur mit ihrer eigenen Welt beschäftigt. Eine Umsiedlung ist nicht möglich und auch nicht erlaubt. Am besten nimmt man sich ein wenig Zeit, schaut ihnen nach und freut sich, sie im Garten zu haben.